Curado Newsletter Multiple Sklerose – Ihr Leben – Ihre Gesundheit vom 7.7.2015

Hilfsmittel Rollatoren

Bei Bewegungseinschränkungen, die durch die MS ausgelöst sind und das Gehen einschränken (z. B. Gangunsicherheit, Gehstörungen, Gleichgewichtsprobleme), kann die Benutzung eines Rollators die Mobilität und damit auch die Selbstständigkeit weiterhin gewährleisten.

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Erste Hilfe nach der Diagnose

Die Broschüre „Multiple Sklerose – Ein Leitfaden“ gibt erste Orientierung nach der das Leben verändernden Diagnose und Hilfestellung bei der Bewältigung der unheilbaren Erkrankung.

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Bloggen über MS

Die AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg, bietet allen von MS Betroffenen die Möglichkeit, mit einem eigenen Blog andere MS-Patienten und Interessierte über die eigenen Erlebnisse mit der Krankheit und das Leben drum herum zu informieren.

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Teilhabegesetz JETZT!!! – 2

Bis Mitte 2015 soll das Bundesteilhabegesetz entwickelt und bis Mitte 2016 im Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Um einen Gesetzentwurf zur Sozialen Teilhabe zu unterstützen, hat das Forum behinderter Juristinnen und Juristen eine Online-Petition gestartet: 23500 Menschen haben diese bisher unterzeichnet. Jetzt startet ein zweiter Durchlauf: Bis zum 10. Oktober 2015 können Unterstützer den Aufruf unterzeichnen.

Auch der Bundesverband der DMSG gehört zu den Unterstützern dieser Petition: Hier geht es zur entsprechenden Seite der DMSG.

Auf der ersten Petition-Plattform wurden in 11 Monaten nahezu 23500 Unterschriften gesammelt! Zusätzlich gibt es auf Facebook eine starke Truppe mit fast 1300 Mitgliedern, der sich jeder anschliessen kann: www.facebook.com/groups/264644117060328/
Jetzt wird die Arbeit unter www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt-2 fortgesetzt und die bereits gesammelten Unterschriften wurden mitgenommen!
Gesetzliche Regelungen für die Verbesserung der Teilhabe behinderter Menschen sind gerade im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland längst überfällig. Mischen Sie mit und treten Sie mit dafür ein, dass wir ein gutes Bundesteilhabegesetz bekommen, das die Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion behinderter Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

Wortlaut der Petition:


Begründung:

Gesetzliche Regelungen für die Verbesserung der Teilhabe behinderter Menschen sind gerade im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland längst überfällig. Das Forum behinderter Juristinnen und Juristen hat hierfür einen Entwurf für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe vorgelegt und auf Bundesebene wird intensiv über die Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes diskutiert.

Welche Benachteiligungen behinderte Menschen derzeit noch erleben und welche Verbesserungen die Vorschläge für gesetzliche Regelungen für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen bringen würden, können Sie auf der Internetseitewww.teilhabegesetz.org nachlesen. Vor allem müssen mit dem Bundesteilhabegesetz die einkommens- und vermögensunabhängigen Hilfen außerhalb des Sozialhilferechts, ein einkommens- und vermögensunabhängiges Bundesteilhabegeld sowie der Vorrang für die Inklusion geregelt werden.

Gehörlose Menschen müssen heute immer noch mit einem Flickenteppich der Unterstützung leben, denn jedes Bundesland hat eigene Regelungen. Diese reichen von Null Euro in den meisten Bundesländern bis 126 Euro in Berlin des sogenannten Gehörlosengeldes. Selbst die 126 Euro reichen nicht für ein gleichberechtigtes Leben in einer hörenden Welt aus, zumal kürzlich auch noch die Gebärdensprachdolmetscher-Honorare um 30 % auf 75 Euro pro Stunde erhöht wurden. Gleiches gilt für hochgradig schwerhörige und ertaubte Menschen, die der Gebärdensprache nicht mächtig sind und auf Schriftdolmetscher angewiesen sind.

Zudem müssen behinderte Menschen getreu dem Motto „Nichts über uns ohne uns“
selbst in die Entwicklung des Bundesteilhabegesetzes einbezogen werden und eine gute Beratung und barrierefreie Informationen erhalten.

Es kann nicht sein, dass behinderte Menschen, ihre PartnerInnen und Angehörigen nicht mehr als 2.600 Euro ansparen dürfen, nur weil sie behinderungsbedingte Hilfen vom Staat benötigen. Es kann nicht sein, dass es keinen angemessenen Nachteilsausgleich für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen gibt, so dass ihnen die Teilhabe am Leben der Gemeinschaft erschwert wird. Und es kann nicht sein, dass behinderte Menschen immer noch auf Sondersysteme verwiesen werden, anstatt mitten in der Gemeinde lernen, arbeiten und leben zu können.

Um die soziale Teilhabe behinderter Menschen wirklich erreichen zu können, brauchen wir vor allem aber auch Ihre Unterstützung für diese Petition und weitere Aktivitäten für ein gutes Bundesteilhabegesetz.
Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 01.05.2015 (aktiv bis 31.10.2015)